Erfüllung eines Kindertraumes – Begegnung mit dem Tasmanischen Teufel (Teil 1)

00030 017

 

Wer von uns möchte wohl nicht in ferne Länder reisen? Viel weiter weg, als Australien und Neuseeland, geht nicht. Sonja und Eberhard Gehrke erfüllten sich diesen Traum und brachten von ihrem Besuch beim Tasmanischen Teufel und aus dem Land der Maori viele schöne 3D-Bilder mit, welche sie uns nun zeigen möchten. Das umfangreiche Bildmaterial reichte für eine zweiteilige Minivortragserie, die wir in den Monaten Mai und Juni genießen dürfen.
Vorab finden Sie hier ein paar Bilder aus der Serie.

 

Auch Sie sind herzlich Eingeladen, besuchen sie unsere Clubveranstaltung.
Wir treffen uns am 14.05.2019 im Kleinen Vortragssaal im Museum Europäischer Kulturen (MEK). Einlass ist ab 19:00 Uhr, der Vortrag beginnt um 20:00 Uhr.
Merken Sie sich bitte den 11.06.2019 als Termin für den zweiten Teil vor.

 

Erfüllung eines Kindertraumes – Begegnung mit dem Tasmanischen Teufel

Als junger Bursche habe ich viele Abenteuerbücher verschlungen, aber auch Bilder gesammelt. So führten mich die

Sanella-Sammelbilder zum Abenteuer Australien-Neuseeland. Tasmanischer Beutelteufel Der tasmanische Beutelteufel übte in diesem Buch eine besondere Faszination auf mich aus. Mehr als 60 Jahre lang war der Wunsch einer Begegnung mit diesem mystischen Wesen als abwegig und unrealisierbar aus verschiedenen Gründen gedanklich abgeschrieben, flammte aber beim Lesen einer Werbung für eine Kreuzfahrt in diese Region wieder auf.

Von nun an hieß es über die Realisierung nachzudenken, die finanziellen Möglichkeiten ab zu klären, die gesundheitlichen Risiken abzuschätzen und die Fotoapparate auf den neuesten Stand zu bringen. Und schon wurde die Reise gebucht, die Umsetzung scheiterte aber beim ersten Anlauf an der Insolvenz des Reiseveranstalters und so musste das Tierchen noch ein weiteres Jahr auf mich warten. In diesem Jahr hat es nun geklappt und die Bilder von dieser Reise möchten wir nun im Club zeigen. Da es uns zu schwer gefallen ist, viele Bilder auszusortieren, haben wir gedacht, sie auf zwei Veranstaltungen zu verteilen.

Das erste Abenteuer war natürlich der elend lange Flug, den wir aber überstanden haben. Und so konnten wir am 20.12. in Sydney das Schiff besteigen und erste Eindrücke von dieser Stadt, die zu den schönsten der Welt gezählt wird, aufnehmen und im Bild festhalten. Die Abfahrt verzögerte sich etwas, weil der Kapitän wohl das Ende des Gewitters abwarten wollte, dafür konnten wir das Opernhaus im Regen fotografieren. Den Regen haben wir auch bis zur ersten Station (Eden) mitgenommen, konnten aber trotzdem in dieser ehemaligen Walfangbucht interessante Vegetation beobachten.

Am nächsten Tag fand in Tasmanien, dem kleinsten Bundesstaat Australiens, die langersehnte Begegnung mit dem Teufel statt. In freier Wildbahn ist er sehr selten geworden, wir konnten ihn aber in einer Wild-life-Station aus nächster Nähe betrachten und im 3-D-Foto festhalten.

Das Schiff brachte uns dann nach Melbourne, wo wir Weihnachten bei Temperaturen um 30° verbringen durften. Ein besonderes Erlebnis war dort die nostalgische Eisenbahnfahrt durch den Eukalyptuswald.

Nach zwei Seetagen steuerten wir das Fjordland von MilfordsoundNeuseeland an, in den Milfordsound ist schon Kapitän Cook hineingefahren, heute geht das wesentlich einfacher und wir können bei langsamer Fahrt das Fjordpanorama genießen. Weiter ging es dann nach Dunedin – hier machen Antarktisexpeditionen letztmalig halt- dort konnten wir Brutplätze von Seevögeln und Zwergpinguinen vom Wasser aus beobachten.

In Akaroa nutzten wir den Landgang zum Sadtbummel. Die Neuseeländische Hauptstadt Wellington haben wir ein klein wenig bei einer Stadtrundfahrt kennengelernt. Weiter ging es nach Napier, einer Stadt, die 1931 durch ein Erdbeben zerstört und danach im Art- Deco-Stil neu aufgebaut wurde.

MaoriAuf der vorletzten neuseeländischen Station besuchten wir ein Zentrum der Maoris, den Ureinwohnern von Neuseeland. Die einzige Millionenstadt der Zwillingsinseln, Auckland, war die letzte Station. Hier besteht bei der neuseeländischen Sommerzeit ein Zeitunterschied zu uns von 12 Stunden, wir haben also das neue Jahr 12 h eher begrüßt.

Nach zwei Seetagen erreichten wir wieder den Ausgangspunkt der Rundreise. Um Sydney noch etwas kennen zu lernen haben wir noch vier Hotelübernachtungen gebucht. Eine faszinierende, nicht gerade billige Stadt, in der ich mir vorstellen kann zu leben, Englischkenntnisse und materielle Sicherheit als notwendige Voraussetzung. Aber wir freuten uns auch wieder auf zu Hause, ganz besonders natürlich auf die Projektion der Fotos auf großer Leinwand.

Sonja und Eberhard Gehrke

Drucken E-Mail